Die globale Konjunktur soll sich im weiteren Jahresverlauf zunehmend beleben. In den entwickelten Volkswirtschaften ist das Geschäftsklima gut und in den Schwellenländern hat sich die konjunkturelle Lage spürbar verbessert. Die weltwirtschaftlichen Risiken dämpfen die wirtschaftliche Aktivität derzeit nicht erheblich. Die Risiken resultieren vor allem aus politischen Unwägbarkeiten und möglichen Problemen im Zusammenhang mit der voraussichtlich anstehenden Normalisierung der Geldpolitik. Die Konjunktureinschätzungen des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) zur weltwirtschaftlichen Entwicklung liegen mit 3,6 Prozent für das Jahr 2017 geringfügig über den bisherigen Erwartungen.

Für den Euroraum wird mit einer Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung gerechnet. Das IfW erwartet ein Wachstum des realen BIP um 2,0 Prozent für das Jahr 2017. Das Wachstumstempo in Deutschland wird nach Ansicht des IfW anhalten und das reale BIP 2017 um 2,0 Prozent zulegen. Für Frankreich wird mit einem Wachstum des realen BIP um 1,5 Prozent im Jahr 2017 gerechnet. Die reale Wachstumsrate in Großbritannien soll nach Einschätzung des IfW bei 1,6 Prozent liegen. Für die USA wurden nach einem schwachen ersten Quartal die Erwartungen zur konjunkturellen Entwicklung gesenkt. Das IfW rechnet im Jahr 2017 mit einem geringeren Anstieg des realen BIP um 2,2 Prozent.

Die vorliegenden Einschätzungen unterliegen nach wie vor einem hohen Ausmaß an Unsicherheit, da die wirtschaftlichen Entwicklungen nur unzureichend prognostizierbar sind. Es bestehen nach wie vor Risiken für die weltweite Konjunktur. Geopolitische Krisen, Staatsdefizite, Währungsturbulenzen oder die in einigen Industrieländern hohe Arbeitslosigkeit könnten die Wirtschaftsentwicklung beeinträchtigen. Zusätzlich sorgt eine hohe Volatilität an den Finanzmärkten für Unsicherheit. Die hieraus resultierenden Entwicklungen könnten sich negativ auf die Konjunkturlage auswirken, die ein wichtiger Einflussfaktor für die Geschäftsentwicklung von Bertelsmann ist.

Bertelsmann bestätigt die Prognose und rechnet für das laufende Geschäftsjahr weiterhin mit einem leicht steigenden Umsatz sowie einem stabilen Operating EBITDA. Auch aufgrund eines erhöhten investierten Kapitals wird für das Geschäftsjahr 2017 unverändert ein stark abnehmender BVA erwartet.

Den Prognosen liegt die gegenwärtige Geschäftsausrichtung des Bertelsmann-Konzerns zugrunde, die im Kapitel „Unternehmensprofil“ dargelegt ist. Generell spiegeln die Prognosen eine Risiko- und Chancenabwägung wider; sie basieren auf der operativen Planung und der mittelfristigen Vorschau für die Unternehmensbereiche. Alle Aussagen hinsichtlich der möglichen zukünftigen konjunkturellen und geschäftlichen Entwicklung stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der derzeit zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen und/oder weitere Risiken eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr für die Angaben kann daher nicht übernommen werden.